Mittwoch, 9. Juni 2010

Was machen die nur in Afghanistan?

Unter anderem: sie schauen sich den Schlafmohn an.
Ein Musikvideo des Tut- und Blasorchesters Maimont.

Sonntag, 23. Mai 2010

Einladung zum nemetischen Sommercamp 9.8.2010 bis 15.8.2010

Wo?
Im Belle Vallee zwischen Bad Niederbronn und Philipsbourg im Elsass.

In der Zeit des niedergehenden Spätkapitalismus ist es Tagesaufgabe, Keime für solidarische Gemeinschaften als Grundpfeiler einer lebenswerten Zukunft zu schaffen.

Das selbstbewusste Prekariat schreitet stolz durch den Garantismus hin zur Harmonie.
(Die Bedeutung dieses Satzes wird auch eines der Themen auf dem Camp sein)

Das Motto des Camps ist „Danketsu“.
Danketsu ist ein japanisches Wort, das gemeinhin mit „Solidarität“, „Einheit“ ins Deutsche übersetzt wird. Doch es hat noch weitere sehr emotionale Bedeutungen wie „unbedingter Zusammenhalt“, „wir lassen niemanden im Stich“, „einer für alle, alle für einen“.

Danketsu, Solidarität hat den Menschen evolutionär aus der Wildheit hervorgebracht, durch Kooperation veränderte der Mensch seine Umweltbedingungen, wodurch sich auch letztlich die menschliche Kultur entwickelte.

Unser Zeitalter ist davon gekennzeichnet, dass die Schöpfungen der Menschen sich zu verselbständigen scheinen. Die Wirtschaft in ihrer spätkapitalistischen Form ist nicht Diener der Menschheit, sondern in immer stärkerer Form ihre Geissel.

Kapitalistische Banken und Konzerne, die allesamt von Menschen geschaffen wurden, sind nicht menschlich, sie benutzen aber Menschen. Aber sie sind letztlich tote Apparate, die lediglich dem Profitmaximierungsprinzip folgen und heutzutage mehr und mehr zu tödlichen Maschinen mutiert sind, die die Menschheit ihren Bewegungsgesetzmäßigkeiten unterwerfen, auf allen Ebenen, in der Wrtschaft ohnehin, in der Politik, in der Kultur.
Demgegenüber gilt es sich auf das Prinzip der Kooperation zu besinnen, auf Danketsu, auf Solidarität, auf das Wohl der Menschen.

Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte. Es kann nicht Ziel der Menschheitsentwicklung sein, alles und jedes zur Ware zu verwandeln.

Es ist heute die Zeit, Keime einer zukünftigen, lebenswerten menschlichen Ordnung zu schaffen, die auf Synergien, auf Zusammenwirken, auf Solidarität beruhen.

Dem widmen wir dieses und unsere zukünftigen Camps.

Kontaktmail: nemetien[at]nemetien.org

Veranstaltungen auf dem nemetischen Sommercamp

Trance- und Tanznacht
9.8.2010

Das Tut- und Blasorchester Maimont präsentiert seine Werke an Tanzmusik im Rahmen einer Trancenacht. Das Spektrum reicht von Ambient Techno über Hardrock, Blues, Funk bis hin zu Bossa Nova.


Liebe und Arbeit bei Charles Fourier
10.8.2010

Vortrag mit PC & Bildern
Der Frühsozialist Charles Fourier entwickelte als Satiriker und Sozialkritiker zur gesellschaftlichen Realität seiner Zeit die Vision von der Harmonie, einer Gesellschaftsordung, auf die sich die Menschheit notwendigerweise hinentwickelt, will sie nicht zurückfallen in Wildheit und Barbarei.
Diese Gesellschaftsordnung begründet sich nicht auf Zwang, sondern auf der Kultivierung der menschlichen Leidenschaften. Der „Unitismus“, die Leidenschaft, das eigene Glück mit dem Glück der anderen zu verbinden, wird „Pivotale“ (Drehpunkt) dieser (klassenlosen) Gesellschaftsordnung sein.
Diese Ordnung wird durch Zwischenstufen erreicht, wovon die nächstliegende für Fourier der "Garantismus" ist. Im Garantismus werden allen Menschen die unmittelbare Existenz und die Deckung der Grundbedürfnisse garantiert (Fourier ist faktisch der Erfinder des bedingungslosen Grundeinkommens).
Er gilt auch als „erster Feminist“ der Geschichte und ist ebenso der Schöpfer des (oft völlig falsch verstandenen) Begriffs „freie Liebe“. Unter „liberte amourouse“ verstand Fourier allerdings die Gleichberechtigung aller Beziehungs- und Liebesformen, aller sexuellen Orientierung und Schattierungen. Alle Menschen sollen ihre jeweiligen Leidenschaften leben und sich mit Gleichgesinnten in „leidenschaftlichen Serien“ zusammentun.
In diesem Vortrag wird das Denken Charles Fouriers vorgestellt und ausgiebig Raum für Diskussion gegeben.

Musizieren in Gemeinschaft
11.8.2010

Workshop und Event
Musizieren in Gemeinschaft hat vor allem die Aufgabe, die Trennung in Musizierende und Zuhörer aufzuheben. Alle sollen die Möglichkeit haben, sich im Rahmen einer Session musikalisch auszudrücken.
Schwarzafrikanische Sklaven sahen sich vor diese Aufgabe gestellt, als sie aus ihrer vertrauten Umgebung durch Sklavenjäger entführt auf einen anderen Kontinent verschleppt wurden und dort mit Schicksalsgenossen, mit denen sie nur die Hautfarbe verband, auch unter erschwerten und drückenden Bedingungen Kultur entwickeln, konkret Musik machen wollten. Aus diesen Wurzeln entstand das, was die Musikwissenschaft Polyrhythmik nennt und wofür es verschiedene Techniken gibt. Im Grunde muss eine Person einen tragenden Rhythmus oder ein tragendes Motiv vorgeben, an dem sich alle orientieren und in den sie sich immer wieder einhaken können. In diesem Rahmen wird Raum eröffnet für verschiedene Artikulationsmöglichkeiten, die dann alle aufeinander bezogen sind.
Wir werden uns mit den entsprechenden Techniken beschäftigen und mit ihnen üben.
Musikinstrumente sind willkommen.

Weitere geplante Veranstaltungen, die zeitlich noch nicht festgelegt sind, aber im Zeitraum zwischen dem 9.8.2010 und 15.8.2010 stattfinden werden.

- Salsakurs
- Flirtkurs
- Selbstverteidigung und Kampfkunst
- Weitere Tanzveranstaltungen
- Gesprächsrunde zum Projekt Nemetien
- (für Vorschläge offen)

Alle Veranstaltungen sind grundsätzlich freiwillig.

Organisatorisches
Küche:Im Unterschied zum „Das Sommercamp“, das vor dem unseren stattfindet, wird es keine zentrale Küchenorganisation geben. Der Campplatz liegt nicht im Dschungel, sondern mitten in der Zivilisation; der nächste Supermarkt ist 2 Kilometer entfernt. Es ist nicht nötig, Biogemüse über tausende von Kilometern per Spedition anfahren zu lassen. Und es ist auch nicht nötig, dass die Organisation der Küche das gesamte Campleben auffrisst.
Im nemetischen Camp haben die Besucher die Wahl, ob sie sich einem der vorhandenen Herdgemeinschaften anschließen werden (es wird mindestens von den beiden veranstaltenden Gemeinschaften aus Weinheim und Offenburg Herdgemeinschaften geben, denen man sich anschließen kann) oder ob sie sich ganz einfach selbst versorgen.
Kosten: der Platzverwalter erhebt von uns eine Campgebühr, die alle Besucher mittragen müssen (sowie noch andere marginale Kosten). Nach dem derzeitigen Stand wird dieser Betrag 5 Euro pro Tag und Nacht nicht übersteigen. In begründeten Härtefällen sind wir bereit, die Gebühr auch zu erlassen.
Sanitär: Es werden Naturklos und Dixitoiletten vorhanden sein. Fliessend Wasser ist vorhanden.

Das Nemetische Sommercamp wird getragen und organisiert von folgenden Gemeinschaften und Projekten:

- Lebensgemeinschaft Weinheim
- Grünes Haus Zunsweier (Triboker)
- Nemetische Heimatzeitung

Mittwoch, 28. April 2010

Nemetisches Sommercamp 9.8.2010 bis 15.8.2010

Dieses Jahr ist es soweit.

Vom 9.8.2010 bis zum 15.8.2010 findet auf dem Platz von La Belle Vallee zwischen Bad Niederbronn und Philipsbourg im Elsass das (erste) nemetische Sommercamp statt.

Die Abtrennung vom "Das Sommercamp" - Sommercamp wird damit vollzogen.

In den nächsten Tagen und Wochen werden wir für das Camp mobilisieren und dafür einladen.

Erforderlich wurde die Abtrennung wegen ständiger Intrigen durch einige Ex-Mitglieder einer vor Jahren zerfallenen instabilen Gruppe namens "Schnuggis", die sich der von mir vor 10 Jahren mitinitiierten Veranstaltung "Das Sommercamp" teilweise bemächtigt hatten und haben.

Hiermit wird das öffentlich gemacht (es macht keinen Sinn so zu tun, als gäbe es diese unwürdigen und hinterhältigen Intrigen nicht). Vom betreffenden Personenkreis setzen wir uns hiermit ab.

Für das nemetische Sommercamp stehen jetzt bereits folgende Veranstaltungsarten fest:

- Tanz- und Trancecafe mit Musik aus eigener Produktion
- Freiluft - Filmabende
- Kampfkunst Wu Shu und Hsing I
- Meditatives Bogenschiessen
- Besuche im Freilichtmuseum Bitche
- Salsa - Tanzkurs
- Flirt - Kurs
- Nachtwanderung zur Arendtsburg
- Musikwerkstatt mit dem Tut- und Blasorchester Maimont
Für weitere Programmbeiträge durch Teilnehmer unseres Camps sind wir natürlich dankbar.

Ds Motto unseres Sommercamps lautet:

Danketsu

Für alle zur Erklärung. Das wundervolle Wort Danketsu haben Augusto und ich aus Japan mitgebracht. Es wird gemeinhin mit "Solidarität" übersetzt, aber unsere Untersuchung ergab eine weitaus komplexere Bedeutung, die das Wort im Japanischen mit sich schwingen lässt.

Es ist ein Universum von Schwingungen, wie uns unser japanische Freund Tora erklärte. Es bedeutet auch so etwas wie "unbedingten Zusammenhalt", es bedeutet "Niemand wird im Stich gelassen" und es bedeutet "rote Treue".
Noch erstaunlicher, was Augusto über die Kanji - Schriftzeichen des Wortes herausgefunden hat:
Ketsu = xue in chinesisch = Blut
Dan = xian in chinesisch = militärischer Rang
also in etwa: "im Rang/Grad des Blutes". eventuell so etwas wie "Blutsbrüderschaft".

Unsere japanischen Freunde sprechen immer wieder davon, dass sie immerzu bestrebt sind, "Danketsu zu erzeugen und zu verbreitern."
Auf dem von Augusto und mir gedrehten Video auf youtube am Schluss klatschen hunderte japanischer Demonstranten den ausländischen Gästen in die Hände "Danketsu!".
(http://www.youtube.com/watch?v=JNprySYWFGo). Es hatte nach meinem Gefühl eine ungeheure Kraft.

Danketsu bedeutet gleichwohl auch: "gemeinsam kämpfen, füreinander einstehen".

Das Nemetische Sommercamp wird getragen und organisiert von folgenden Gemeinschaften und Projekten:

- Lebensgemeinschaft Weinheim
- Grünes Haus Zunsweier (Triboker)
- Nemetische Heimatzeitung

Verantwortliche Organisatoren bisher:

Augusto Yankovic
Pedro Kreye



Anmeldungen zum Camp können unter

nemetien@nemetien.org

erfolgen.

Ein allgemeiner Aufruf zu unserem Camp wird in den nächsten Tagen entworfen und in alle Mailverteiler verschickt.

Mittwoch, 17. März 2010

Einladung ins Grüne Haus Zunsweier

Ahoj! und einen herzlichen Gruß zuvor!
und: *** mögen alle wesen glücklich sein ***



Liebe Freunde,

wir laden Euch herzlich ein
zu unserem Frühlingsfest / nemetischen Neujahr

Freitag 19. März ab 18 Uhr bis
Sonntag 21. März nachmittags

im GrünenHaus bei Offenburg / Oberrhein



* Freitag 19. März

Schnupper- und Informationsabend - Fragen und Antworten

Möglichkeit zum Kennenlernen
für neue Gäste des Hauses

Abendessen



* Samstag 20. März

Betrachtung zur Zeitqualität - Wo stehen wir im Jahreskreis / wieso nemetisches Neujahr?
Befindlichkeit / Blitzlicht

Gang in die Natur - wir suchen uns einen persönlichen Frühlingsgegenstand

Neujahrsritual
Visionsforum:
Wo bin ich? Wo wollen wir hin? Wo geht's lang?
Jeder für sich und in Gemeinschaft

Frühlingsfeuer
Musik
Tanzen



* Sonntag 21. März

Meditation

Frühstück

Spazierengehen / Freiraum

Abschlussrunde
Befindlichkeit / Blitzlicht


Bitte mitbringen:
falls vorhanden, einen persönlichen Kraftgegenstand
Musikinstrumente


Wir freuen uns auf jede/n von Euch!
Herzliche Grüße aus dem GrünenHaus,

miScha :-) Renate Ralf und Pedro

Sonntag, 10. Januar 2010

Grussbotschaft vom Stamm der Likatier an den Stamm der Triboker zu Nemetein

Liebe Freunde vom Stamm der Triboker zu Nemetien,

mit großer Freude haben wir von der Gründung Eures neuen Stammes der Triboker zu Nemetien Kenntnis genommen. Dazu möchten wir Euch ganz herzlich gratulieren. Damit ist auch ein langersehnter Wunsch von uns in Erfüllung gegangen. Die Gründung Eures Stammes hat nicht nur positive innere Auswirkungen auf Euch selbst, sondern wirkt auch äußerst positiv
hinein in die weltweite Bewegung Neuer Stämme. Wir danken Euch auch für die liebevolle und anerkennende Erwähnung unseres eigenen Stammes im Zusammenhang mit Eurer Konstitution.

Von Eurer Gründungsdeklaration waren wir sehr angetan. Wir haben den Eindruck, dass sie eine sehr gute Grundlage darstellt für ein weiteres Wachsen und Gedeihen Eures Stammes.

Natürlich ist uns der Gedanke vertraut, dass neue Stämme und
Großgemeinschaften Beziehungen miteinander knüpfen und pflegen. Und diesbezüglich hat sich unsere Einstellung auch nicht geändert. Wir haben ein großes Interesse an der Pflege von Freundschaft und Zusammenwirken mit anderen Stämmen und Gemeinschaften. Insbesondere die Beziehung zu Euch ist ja durch eine langjährige Freundschaft charakterisiert und wir freuen uns darauf, die Freundschaft noch intensiver wie in der
Vergangenheit weiterzuentwickeln.

Vielleicht könnt Ihr uns noch ein paar Infos übermitteln zur
Lebensgemeinschaft/Kommune Weinhein. Diese ist uns nämlich nicht so ganz geläufig. Freuen würden wir uns auch über Fotos und ein paar Daten über die neuen Funktionsträger des Stammes der Triboker zu Nemetien. Das würde uns helfen, Euch besser kennenzulernen.

Freitag, 1. Januar 2010

NHZ wünscht allen Lesern ein gutes Neues Jahr

Die nemetische Vision geht nun in ihr zehntes Jahr. Der Fortschritt stellt sich allmählich ein, denn der erste Stamm Nemetiens, der Stamm der Triboker zu Nemetien, wurde letztes Jahr gegründet.
Wir wünschen allen Lesern und insbesondere allen Nemetern ein erfolgreiches neues Jahr, als Schritt in eine lebenswerte Zukunft.

Freitag, 11. Dezember 2009

Triboker besuchen Likatien

Vom 4. bis zum 6.12.2009 besuchten Mitglieder des Stammes der Triboker den Stamm der Likatier zu Füssen.
Bei der Gelegenheit nahmen die Besucher auch an dem alljährlichen "Kloasa-Treiben", einem alten Volksbrauch, teil.
Ein wenig Hintergrundinformation über diesen Brauch ist hier zu finden oder auch hier.
Über den Ursprung dieses Brauchs gibt es allerdings unterschiedliche Auffassungen. In Füssen wird das Kloasa und ebenso das Bärbele-Treiben am Tag vorher (an dem nur Frauen teilnehmen) als "Percht-Treiben" verstanden.
Es war ein schönes Gemeinschaftserlebnis.
Die besuchenden Triboker nutzten auch die Gelegenheit, freundschaftliche Bande wieder aufzugreifen und zu vertiefen.
Zum Kloasa-Treiben einige Schnappschüsse (die Datumsangaben sind allerdings falsch, da die Kamera mal zwei Wochen vorher ihr Gedächnis verloren hatte; es war der 5.12.2009):

Kloasa-Aktivisten der Likatier und Triboker

Die wilden Männer der Percht gehen um

-

-

-
>
>
Jede Menge Schaulustige hatten grossen Spaß.

Stamm der Triboker hat einen eigenen Blog

Der Stamm der Triboker hat sich nun einen eigenen Blog angelegt. Seine URL ist http://triboker.twoday.net.
Die Zweckbestimmung des Blogs ist allerdings auf stammesinterne Nachrichten gerichtet.
News und Grundsatzartikel werden weiterhin hier in der Nemetischen Heimatzeitung erscheinen.
Ausserdem gibt es weiterhin den Blog "Grünes Haus Zunsweier".

Mittwoch, 28. Oktober 2009

Stamm der Triboker zu Nemetien begründet

Die Hausgemeinschaft Grünes Haus Zunsweier beschloss heute, am Abend des 28.10.2009, die Gründung des Stammes des Triboker zu Nemetien mit sich selbst als Gründungsmitglieder.
Es wurde eine Gründungsdeklaration verabschiedet, die notwendige formale Regeln, Begriffsdefinitionen und Verfahren definiert.
Ein bereits vor der Gründung vorliegender Aufnahmeantrag einer langjährigen Gefährtin im nemetischen Aufbau wurde einstimmig unmittelbar nach Verabschiedung der Gründungsdeklaration angenommen.
Der Stamm sieht den Stamm der Likatier als eines seiner Vorbilder an und fühlt sich mit diesem, sowie der Lebensgemeinschaft/Kommune Weinheim freundschaftlich verbunden.
Alle Unterstützer des nemetischen Projektes und alle Freunde und Angehörigen der Gründungsmitglieder können sich eingeladen fühlen, dem neuen Stamm beizutreten.
Beitrittsanträge bitte an den Kanzler des Stammes, Nemetico, richten: nemetico [at] nemetien.org

Gründungsdeklaration des Stammes der Triboker zu Nemetien

1. Die Bewohner des Grünen Hauses Zunsweier beschliessen hiermit die Gründung eines Stammes im Rahmen des Projektes Nemetien.
2. Der Name des Stammes wird lauten: Stamm der Triboker zu Nemetien.
3. Mit dem Begriff Stamm bezeichnen wir eine Solidargemeinschaft von Menschen mittlerer Größe (d.h. größer als eine Kleinfamilie, kleiner als eine Gemeinde), die sich als Lebensgemeinschaft versteht. Die Stammesmitglieder unterstützen sich gegenseitig in allen Fragen des Lebens. Sie streben den Aufbau von Kooperativen und Kooperationen auf ökonomischem, kulturellem, politischem (in einem weiten Sinne), künstlerischen und wissenschaftlichen Ebenen an.
Der Begriff Stamm wurde vom Stamm der Likatier mit Sitz in Füssen / Allgäu übernommen und scheint uns – trotz des möglichen, aber unzutreffenden Verdachtes auf eine „Rückwärtsorientierung“ – geeignet, unser Gemeinschaftsprojekt zu benennen.
4. Mit der Namenswahl „Triboker“ hat folgende Gründe: Die historischen Triboker waren Sueben in der Nähe von Straßburg, die sich nach Caesars De bello gallico (1,51) im Gefolge des Ariovistus befanden. Wir ehren mit dieser Namenswahl auch die Landschaft unseres ersten Stammeshauses in der Ortenau und betonen – wegen der großen geographischen Nähe zu Straßburg - zugleich den transnationalen, internationalen Charakter unserer Gründung.
Diese Namenswahl hat insofern auch keinerlei Restriktionen hinsichtlich der künftigen Stammesmitglieder, ihrer Nationalität, Hautfarbe, Muttersprache, Staatsangehörigkeit etc oder ihrer Wohnorte zu Folge.
5. Der Zusatz „zu Nemetien“ verbindet den Stamm untrennbar mit dem Projekt Nemetien, das orientiert an den Sieben Nemetischen Leitideen einen solidarischen Verbund von Stämmen und anderen Großgemeinschaften beinhaltet.
6. Als Beiname des Stammes der Triboker zu Nemetien wird auch „Ortenau-Phalansterium“ verwendet, womit wir den großen utopischen Sozialisten Charles Fourier ehren. Der Beiname kann auch einzeln oder in Kombination mit dem Stammesnamen verwendet werden (Stamm der Triboker zu Nemetien /Ortenau-Phalansterium), je nach Bedarf.
7. Als künftige Organe des Stammes definieren wir jetzt schon (und gewiss vorläufig):
- die Stammesversammlung
- den Stammesrat
- die Kanzlei
- der/die Sachem
8. Die Stammesversammlung ist die Versammlung aller Stammesmitglieder und ist vorerst für jedes Quartal im Grünen Haus Zunsweier geplant.
9. Der Stammesrat vertritt den Stamm in den Zeiten zwischen den Stammesversammlungen und trifft Entscheidungen für diesen. Die Entscheidungen des Stammesrates müssen von der nächsten Stammesversammlung bestätigt werden. Der Stammesrat nimmt Aufnahmeanträge entgegen und entscheidet über ihre Bestätigung.
10. Die Kanzlei verwaltet in geeigneter Datenform die Stammesliste und registriert bzw protokolliert nachvollziehbar Ereignisse innerhalb des Stammes. Die Stammesliste hat deskriptiven und keinen normativen Charakter und ist durch jedes Stammesmitglied einsehbar. In ihr wird der Mitgliedschaftsstatus, seine Veränderungen und die interne Zugehörigkeit zu Substrukturen festgehalten, sowie freiwillig deklarierte Daten zu den Mitgliedern festgehalten.
11. Als Sachem bezeichnete man den Friedenshäuptling jeder größeren indianischen Siedlung bei den Irokesen. Der Begriff „Friedenshäuptling“ unterstreicht den nach innen gerichteten, kommunikativen, auf Interessenausgleich und Verständigung ausgerichteten Charakter dieser Einrichtung früherer gentiler Stämme.
Der/die Sachem ist Ansprechpartner und Moderator bei internen Konflikten, ist um Integration aller Stammesangehörigen besorgt und direkter Ansprechpartner für alle Stammesangelegenheiten für alle Stammesmitglieder.
12. Die erste Stammesversammlung ist für das Jahresende 2009 im Grünen Haus Zunsweier vorgesehen.
13. Zum Stammesrat deklarieren sich vorläufig die Gründungsmitglieder, also das Grüne Haus Zunsweier, einstweilen selbst. In einer späteren Phase, nach einem zahlenmäßigen Wachstum, ist an ein Wahlverfahren für den Stammesrat gedacht.
14. Zum ersten Kanzler des Stammes wird Nemetico eingesetzt.
15. Zum ersten Sachem des Stammes wird Mischa eingesetzt.
16. Die Stammesmitgliedschaft wird erworben durch Beitrittsantrag und die Bestätigung des Antrages durch den Stammesrat. Jedes Mitglied erhält zunächst den Status eines „Lebemenschen“, im Falle einer Frau „Lebefrau“, im Falle eines Mannes „Lebemann“.
Es ist grundsätzlich auch möglich, die Mitgliedschaft durch Beschluss zeitweise zu suspendieren oder auch ganz aufzuheben, wenn sich ein Mitglied mehrfach und grob – nach Einschätzung der Mehrheit des Stammes –illoyal und unsolidarisch gegen den Stamm oder einzelner seiner Mitglieder verhält.
17. Wir unterscheiden analog zum Aufbaumodell des Stammes der Likatier verschiedene Einlass-Stufen (Stammes-Kreise) der Mitgliedschaft im Stamm. Wir haben dieses System in groben Zügen, allerdings mit für uns notwendigen und sinnvollen Modifikationen, vom Stamm der Likatier übernommen, da es sich nach unserer Einschätzung um einen Erfolgsfaktor im Gemeinschaftsaufbau handelt.
Diese Stammeskreise sind die folgenden:
- Lebemenschen
- Spurmenschen
- Kernmenschen
Diese Zugehörigkeit zu den Stammeskreisen basiert auf der freiwilligen Entscheidung des Mitgliedes und der Bestätigung durch die anderen Angehörigen dieser Einlass-Stufe. Vor allem aber ausschlaggebend ist, ob die reale Beziehung zwischen der/dem einzelnen und den anderen Mitgliedern der Gemeinschaft so intensiv ist, daß man sie als der Einlass-Stufe (Stammeskreis) entsprechend empfindet.
Zusätzlich gibt es noch den Status des Lamatieden.
18. Lebemenschen. Das sind die Stammesmitglieder, die am Leben des Stammes in einer selbstgewählten Art und Weise teilhaben, sich mit dem Stamm identifizieren und Stammesmitglieder sein wollen.
Lebemenschen sind gegenüber dem Stamm und den anderen Mitgliedern gegenüber loyal und solidarisch und unterstützen sich gegenseitig im Rahmen ihrer Möglichkeiten.
Ein Lebemensch gehört automatisch auch dem äußersten Stammes-Kreis an, nämlich den Lamatieden.
Automatisch Lebemenschen des Stammes werden ohne eigenen Beschlussantrag Kinder von Stammesmitgliedern vor der Volljährigkeit.
Mitglieder befreundeter Stämme können auch gleichzeitig Lebemenschen in unserem Stamm werden, weil es die gegenseitigen Beziehungen stärkt.
Lebemenschen haben jederzeitiges Gastrecht im Sinne des bürgerlichen Rechtes in den Stammeshäusern.
19. Spurmenschen. Besonderes Merkmal ist, daß sie sich wirtschaftlich in höherem Maße auf den Stamm, seine Häuser und seine Betriebe einlassen und eine Verantwortung dafür übernehmen. Ein Spurmensch gehört automatisch auch den beiden äußeren Stammes-Kreisen an, nämlich den Lebemenschen und den Lamatieden.
20. Kernmenschen (analog zu den likatischen Schwurmenschen) sind die Stammesmitglieder, die sich versprochen haben, sich nie wieder zu verlassen. Sie betrachten den Aufbau des Stammes oder – im Falle seiner Aufspaltung aus Verbreitungsgründen - einer seiner Abkömmlinge als ihre Lebensaufgabe.
Die Frage der Zugehörigkeit zu diesem Kreis kann daher nicht eine willkürliche Festlegung oder Entscheidung sein, sondern kann nur davon abhängen, ob die reale Beziehung zwischen einem einzelnen und den Mitgliedern der Kernmenschen-Gemeinschaft so intensiv ist, daß man sie gegenseitig als eine wie oben beschriebene empfindet.
Ein Kernmensch gehört automatisch auch allen äußeren Stammes-Kreisen an, wie den Spurmenschen, den Lebemenschen und den Lamatieden.
21. Zusätzlich zu diesen auf absoluter Freiwilligkeit basierenden Einlass-Stufen kennen wir noch den Status des „Lamatieden“ ( = latent manifest). Der Name "Lamatiede" ist ein zusammengesetztes Wort. Das "La" steht für die latenten Stammesmitglieder, das "ma" steht für die manifesten Stammesmitglieder und der Wortteil "tieden" ist ein der Biologie entlehnter Ausdruck für die Mitglieder. Latent manifeste „Mitglieder“ sind demnach:
- Alle Lebemenschen (=manifeste).
- Alle direkten Vorfahren aller Stammesmitglieder, einschließlich sozialer (und nicht nur biologischer) Eltern.
- Alle biologischen Kinder aller Stammesmitglieder.
- Alle Menschen, die nach Einschätzung und Beschluss des Stammes sich in der Vergangenheit förderlich auf den Stamm und seine Ressourcen ausgewirkt haben.
- Alle Menschen, die auf Beschluss des Stammes als Freunde des Stammes gelten (Ehrenmitgliedschaft).
- Verstorbene Kinder der Stammesmitglieder.
- alle, die – aus welchen Gründen auch immer- den Stamm wieder verlassen werden.
Menschen, die diesen Kriterien entsprechen, werden der Kanzlei zur Eintragung gemeldet.
22. Zur Gründung des Stammes deklarieren sich Nemetico und Mischa übereinstimmend zu Kernmenschen. Hans, Ralf, Mischa und Nemetico deklarieren sich übereinstimmend zu Spurmenschen und Lebemenschen.
23. Stammesmitglieder im Sinne der stimmberechtigten Teilnahme an der Stammesversammlung sind alle Lebemenschen des Stammes.
24. Bereits entworfene Unterstrukturen des Stammes sind: Ker, Klan und Kooperative.
Als Ker bezeichnen wir ein Stammeshaus oder ein im Besitz oder unter Verwaltung des Stammes oder von Stammesmitgliedern stehenden mehr oder minder zusammenhängenden Gebäudekomplex. Kers haben ihre eigenen inneren Regeln und Autonomie. Die Zugehörigkeit zu einem Ker ist stets eindeutig.
Als Klan bezeichnen wir eine erweiterte Familienstruktur, im Grunde eine Gruppenehe mit entsprechender, auf Dauer angelegter Verbindlichkeit. Klans haben ihre eigenen inneren Regeln und Autonomie. Die Zugehörigkeit zu einem Klan ist stets eindeutig.
Als Kooperative bezeichnen wir jeden Zusammenschluss von Stammesmitgliedern zur Verfolgung eines gemeinsamen ökonomischen, sozialen, politischen oder kulturellen Zweck (also Vereine, Firmen etc.). Ein Stammesmitglied kann mehreren Kooperativen angehören. Es können auch Nichtmitglieder einzelnen Kooperativen angehören. Allerdings werden nur diejenigen Organisationen als Stammes-Kooperativen erfasst und bezeichnet, die mehrheitlich von Stammesmitgliedern oder gemeinsam mit Mitgliedern befreundeter Stämme getragen werden.
25. Derzeit gibt es nur ein einziges Ker des Stammes, das Grüne Haus Zunsweier. Ein Klan besteht derzeit noch nicht. Als Kooperativen sind eine GHZ Unternehmergesellschaft, eine GAKS (Genossenschaft von Arbeitslosen und Kleinselbständigen) und eine Nemetische Nachbarschaftshilfe Zunsweier e.V. in Planung.
26. Wir betrachten den Stamm der Likatier in Füssen und die Kommune / Lebensgemeinschaft Weinheim als eng befreundete Stämme, zu denen wir dauerhafte, herzliche und solidarische Beziehungen pflegen wollen. Wir sehen die gemeinsame Aufgabe im Aufbau einer auf Solidarität gegründeten Bewegung entstehender Stämme, Kooperativen, Genossenschaften und Kommunen und der Propagierung des genossenschaftlichen und solidarischen Zusammenschlusses.
27. Wie jede Deklaration hat auch diese vorläufigen Charakter und wird durch nachfolgende Deklarationen ergänzt, modifiziert und ggfs sogar teilweise aufgehoben werden.

Zunsweier, der 28.10.2009

Hans
Mischa Deva
Nemetico
Ralf

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Danke der Nachfrage
Nein, ich bin nicht offline, habe derzeit leider nur...
nemetico - 27. Nov, 10:20
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Nun, die "Freunde Syriens" sind nicht allmächtig. Dass...
nemetico - 29. Feb, 13:39
Danke für den Link!
Hochinteressant. Nur: warum denn löschen? Verbreiten!
nemetico - 27. Feb, 04:26
US-gesteuerte NGOs
Die Existenz dieser US-gesteuerten NGOs ist auch mir...
nemetico - 31. Dez, 16:55
Genau das meine ich
Von einem Schmusekurs mit den USA habe ich nicht gesprochen,...
nemetico - 30. Dez, 23:15

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